Kehren die Pocken zurück?

Dank einer weltweiten Impfkampagne gelten die Pocken seit 1980 als ausgerottet. Das Pockenvirus (Variola) ist der einzige menschliche Krankheitserreger, bei dem dies bisher gelang. Kommen die Pocken jetzt in Form der Affenpocken zurück?

Affenpocken: Ungewöhnliches Infektionsgeschehen außerhalb Afrikas (Mai 2022)

Zwischen dem 7. und dem 23. Mai 2022 tauchten die Affenpocken in 15 Ländern auf vier verschieden Kontinenten auf. Unter den bisher betroffenen Ländern sind 11 europäische Länder (u.a. Deutschland), die USA, Kanada, Australien und Israel. Das gleichzeitige Auftauchen der Affenpocken in so vielen Ländern außerhalb Afrikas ist sehr ungewöhnlich, bisher begrenzten sich die Ausbrüche fast ausschließlich auf Afrika.[1] [2]

Dennoch kommt ein Ausbruch der Affenpocken auch außerhalb Afrikas nicht völlig unerwartet. Fachleute warnen schon lange vor einer möglichen „Rückkehr” der Pocken aus einem der Reservoire im Tierreich.[3] Seit Jahren wird zudem eine Zunahme an Affenpocken-Infektionen in Afrika beobachtet.[4]

Seit dem 7. Mai wurden deutlich über 100 Fälle bestätigt, in den nächsten Wochen wird mit vielen weiteren Fällen gerechnet (Stand 23.05.2022). Die Weltgesundheitsorganisation WHO fordert dringend eindämmende Maßnahmen. Dazu zählt neben der Isolation der Infizierten und der Rückverfolgung der Ansteckungswege auch, das Bewusstsein für diese Infektionskrankheit zu erhöhen. Obwohl es bei Massenveranstaltungen zu Ansteckungen kommen kann, hält die WHO das Absagen von Veranstaltungen und Reisebeschränkungen aktuell nicht für notwendig. Es wird darauf hingewiesen, dass Vorsichtsmaßnahmen gegen COVID-19 auch gegen Affenpocken helfen.[5] Dieser Hinweis kommt allerdings in Zeiten, in denen in vielen Regionen der Welt die verpflichtenden Maßnahmen gegen COVID-19 größtenteils abgeschafft wurden. Umso wichtiger ist die umfassende Aufklärung der Bevölkerung.

Eine pandemische Verbreitung der Affenpocken erwarten Fachleute trotz des aktuellen, ungewöhnlichen Infektionsgeschehens zur Zeit nicht, sie gehen davon aus, dass die Verbreitung gestoppt werden kann. Die Pocken sind nicht so leicht übertragbar wie beispielsweise COVID-19 oder die Grippe. Es handelt sich zudem um DNA-Viren, die deutlich weniger zu Mutationen neigen als RNA-Viren, zu denen Corona- und Grippeviren zählen. Daher ist eine schnelle Entwicklung von Varianten bei Pockenviren nicht sehr wahrscheinlich.

Wie es zu den aktuellen Ausbrüchen in so vielen Ländern kommt, ist noch nicht geklärt. Nach heutigem Kenntnisstand werden die Affenpocken zwischen Menschen vor allem über Körperflüssigkeiten und Schorf übertragen, in erster Linie bei engem Kontakt. Eine Tröpfcheninfektion (über die Luft) ist jedoch auch möglich. Bei dem aktuellen Geschehen scheinen sexuelle Handlungen eine Rolle zu spielen. Es handelt sich bei den derzeitigen Fällen um die weniger gefährliche der zwei Affenpocken-Varianten, die in Afrika vorkommen: Es ist die westafrikanische Virusvariante, die meist harmlos verläuft. Bei bisherigen Ausbrüchen starben etwa 1% der Infizierten. (Bei der zentralafrikanischen Virusvariante sterben etwa 10%.)[6]

Informationen zu den Affenpocken und dem aktuellen Geschehen

Genauere, immer wieder aktualisierte Informationen zu den Affenpocken finden sich u. a. auf den Seiten des Robert Koch Instituts (RKI): Allgemeine Informationen des RKI zu Affenpocken, u.a. zu Übertragung, Diagnostik und Situation in Deutschland (ext. Link).

In der Zeit erschien am 21.05.2022 ein Interview mit dem auf Pocken spezialisierten Virologen Gerd Sutter: Affenpocken: „Eine neue Pandemie haben wir nicht zu befürchten” (ext. Link).

Auf Twitter informiert beispielsweise die Virologin Sandra Ciesek (ext. Link).

Wie gelang die Ausrottung einer der schlimmsten Seuchen - der Pocken?

Die Pocken waren lange Zeit sehr gefürchtet und galten als eine der schlimmsten Seuchen. Sie traten vermutlich vor circa 10.000 Jahren das erste Mal in Erscheinung.[7] Es gab verschiedene Formen der Pocken. Die häufigste war die „Variola major”, mit einer Sterblichkeit von 20 bis 40 Prozent.

Der Kampf gegen die Pocken dauerte Jahrhunderte an. In China wurde sogar schon elfhundert Jahre vor unserer Zeitrechnung der Vorgang der „Variolation” beschrieben: Eingetrocknete, zerriebene Pockenkrusten wurden geschnupft, um sich vor der Erkrankung zu schützen. In verschiedenen Ländern wurden später ähnliche Verfahren entwickelt, in Indien und der Türkei wurde Krustenmaterial oder auch der Inhalt der Bläschen in die Haut eingeritzt. Ab dem frühen 18. Jahrhundert verbreitete sich das Verfahren von England ausgehend auch in Europa. Die Krankheit brach nach solch einer Behandlung aus, verlief aber meist milder und nach der Abheilung waren die Menschen gegen die Pocken immun.

Das Verfahren war trotzdem alles andere als sicher. Es handelte sich um eine Lebendimpfung, es konnte zu einer echten Pockenerkrankung mit schweren Symptomen kommen. Dies konnte zu bleibenden Schäden führen und ein bis zwei Prozent der Kinder starben. Auf der Suche nach Alternativen begann man gegen Ende des 18. Jahrhunderts auf Kuhpockenlymphe als Ausgangsmaterial umzuschwenken, da diese eine harmlosere Erkrankung hervorrief und dennoch eine Immunität gegen die menschlichen Pocken aufgebaut werden konnte. Dieser Vorgang wurde "Vakzination" genannt (aus dem Lateinischen: vacca, Kuh).

Die Pockenschutzimpfung entwickelte sich im Laufe der Zeit weiter. In Europa gab es Anfang des 19. Jahrhunderts in einigen Regionen und Ländern bereits „Impfkampagnen”. Als erstes Land weltweit, führte Bayern 1807 eine Impfpflicht gegen die Pocken ein. Erst im 19. Jahrhundert konnte nachgewiesen werden, dass spezielle Erreger Infektionskrankheiten auslösen. Diese Erkenntnis ist eine wichtige Grundlage für die heutige Impfprophylaxe.[8] [9]

Trotz der vielversprechenden Erfolge nach dem Jahrhunderte andauernden Kampf gegen die Pocken, starben allein im 20. Jahrhundert weltweit über 300 Millionen Menschen an dieser Seuche. [10] Einige sprechen gar von bis zu 500 Millionen Toten.[11] Der zunehmende Flugverkehr führte ab Ende der fünfziger Jahre zur vermehrten Verbreitung der Erkrankung zwischen Ländern und Kontinenten, bis Ende der sechziger Jahre das globale Ausrottungsprogramm startete. Neben Massenimpfungen - vielerorts gab es eine Impfpflicht - wurden weitere Maßnahmen durchgeführt, darunter eine engmaschige epidemiologische Überwachung, die Isolation der Erkrankten und ihrer Kontaktpersonen. 1977 wurde die letzte durch Variolaviren verursachte Pockenerkrankung festgestellt, 1980 erklärte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) die Pocken als ausgerottet. Da auch die neueste Methode der Impfung nicht frei von zum Teil schwerwiegenden Nebenwirkungen war, wurde die Impfpflicht in der Bundesrepublik bereits Mitte der siebziger Jahre, als der Sieg über die Pocken absehbar war, aufgehoben.[12] In der DDR wurde die Impfpflicht 1982 aufgehoben.[13]

Wir sprechen beim „Sieg über die Pocken” vom Variolavirus, das zu den Orthopockenviren gehört. Eine Variante des Variolavirus sind die sogenannten echten Pocken (Variola major). Der einzige Wirt der Variolaviren ist der Mensch. Daher wird auch von den „Menschenpocken” gesprochen. Im Tierreich kursieren allerdings immer noch verschiedene mit dem ausgerotteten Virus verwandte Pockenviren. Darunter Kuh- und Affenpocken, die auch Menschen infizieren können.[14]

Warum gelang ausgerechnet die Ausrottung der Pocken?

Mehrere Gegebenheiten haben die Ausmerzung der menschlichen Pocken begünstigt:

  • Der Mensch ist der einzige Wirt der Variolaviren, es gibt kein tierisches Reservoir und keinen tierischen Zwischenwirt.
  • Nach einer überstandenen Pockeninfektion besteht vermutlich ein lebenslanger Schutz. Das Virus ist nach Abklingen der Erkrankung nicht mehr im Körper nachweisbar. Zudem gibt es keine chronische Pockeninfektion, die eine langfristige Infektionsgefahr darstellen würde.
  • Die Elektronenmikroskopie als neue Möglichkeit der Labordiagnostik beschleunigte den Virusnachweis gegenüber früheren Methoden um 1 bis 3 Tage. Rechtzeitige Quarantänemaßnahmen und sogenannte Abriegelungsimpfungen wurden möglich. (Bei den früheren Methoden handelte es sich um Virusnachweise durch Züchtung in Zellkulturen oder auch Züchtung auf der Embryonalmembran bebrüteter Hühnereier.)

Das Variolavirus konnte also nur von einem infizierten Menschen auf eine nicht-immune Kontaktperson übertragen werden. So war es möglich, diese gefährliche Seuche durch eine dauerhafte Unterbrechung der Infektionsketten zu besiegen.[15]

Wie wir sehen, müssen verschiedene Aspekte zusammenkommen, um einen Krankheitserreger erfolgreich ausmerzen zu können. Mit der Ausrottung der Pocken endete eine grausame Seuche, von der die Menschheit über viele Jahrtausende immer wieder heimgesucht wurde.

Woher kamen die menschlichen Pocken?

Pockenviren sind in der Natur weit verbreitet. Es handelt sich um eine Familie von Viren, die verschiedenste Organismen infizieren kann: Insekten, Reptilien, Vögel und Säugetiere sind darunter. Das lässt vermuten, dass ein Vorfahre dieser Virusfamilie möglicherweise einen gemeinsamen Vorfahren von Wirbeltieren und Wirbellosen infizierte.

Infektionen bei Wirbeltieren (z. B. Säugetiere, Vögel, Nagetiere) werden von einer Unterfamilie, den Chordopockenviren (Chordopoxvirinae), ausgelöst. Eine besondere Rolle spielt in der Geschichte der Menschheit ein Mitglied dieser Unterfamilie: die Orthopockenviren (OPV).[16] Wie ein Großteil der menschlichen Krankheitserreger, stammen auch die Orthopockenviren von anderen Wirbeltieren. Neben dem Variolavirus (Orthopoxvirus variolae, VARV), das die Menschenpocken verursacht(e), gehört auch das Vacciniavirus (VACV) dazu, das letztendlich für die Pockenschutzimpfungen verwendet wurde. Zu den Orthopockenviren zählen weitere, im Tierreich zirkulierende Viren.
Darunter sind die:
Affenpocken
Kuhpocken
Kamelpocken
Mauspocken
Taterapocken
• sowie die in Nordamerika vorkommenden Waschbärpocken, Wühlmauspocken und Stinktierpocken.

Während sich das Variolavirus auf einen einzigen Wirt spezialisierte, den Menschen, hat das Kuhpockenvirus (CPXV) unter allen Orthopockenviren heute das breiteste Wirtsspektrum. Nagetiere sind der natürliche Wirt, die Kuhpocken können aber auch andere Säugetiere, darunter Menschen, infizieren.[17] Möglicherweise waren die Kuhpocken der Ursprung aller Orthopockenviren.[18]

Das Kamelpockenvirus ist wiederum auf Kamele spezialisiert, aber laut einer Studie aus dem Jahr 2002 unter den bekannten Viren am engsten mit den Menschenpocken verwandt. Das deutet darauf hin, dass sich entweder eines der Viren aus dem anderen entwickelt hat oder Kamel- und Menschenpocken von einem weiteren eng verwandten Virus abstammen. Die Forschenden halten die zweite Möglichkeit für wahrscheinlicher und tippen auf ein in Nagetieren zirkulierendes Virus als gemeinsamen Vorfahren. 5.000 bis 10.000 Jahre v. Chr., als der Mensch die intensive Landwirtschaft einführte, bildeten sich menschliche Populationen die groß genug waren, um die dauerhafte Zirkulation von Infektionskrankheiten zu ermöglichen. In Einzugsgebieten verschiedener Flüsse (Nil, Tigris, Euphrat, Ganges, Indus) gab es nicht nur Kamele, die wachsenden menschlichen Siedlungen zogen auch immer mehr Nagetiere an.[19] (Kamele wurden seit dem 3. Jahrtausend v. Chr. domestiziert. Sie werden bis heute nicht nur als Last- und Zugtiere, sondern auch für Wolle, Milch und Fleisch gehalten.)[20]

Sehr eng mit den Kamel- und Menschenpockenviren verwandt, ist das Taterapockenvirus (TATV). Es wurde 1975 aus einer afrikanischen Rennmaus isoliert.[21] Diese drei Pockenviren gehören zu einer Viruslinie.[22]

Liegen die Forschenden mit ihrer Vermutung richtig, dass der Vorfahr des Variolavirus einmal seinen Ursprung in einem afrikanischen Nagetier hatte, sprang das Virus also möglicherweise im Zusammenhang mit der Sesshaftwerdung von diesen „unbeabsichtigt domestizierten” Tieren auf den Menschen über. Zunächst war dieses Pockenvirus unter Menschen vermutlich nicht sehr ansteckend, und die ansteckende Variante, die auch über die Luft übertragen werden konnte, entstand erst im Laufe der Zeit.[23]

Besteht die Gefahr, dass die Pocken als Seuche zurückkehren?

Gewisse Risiken eines erneuten Auftretens der Pocken bestehen tatsächlich weiterhin:

Letzte Bestände des ausgerotteten Variolavirus (VAR), das zu den Orthopockenviren zählt, werden in Russland und in den USA in besonders sicheren Laboren verwahrt. Trotz aller Sicherheitsvorkehrungen, besteht die Möglichkeit von Laborunfällen. Auch Bioterrorismus-Attacken mit diesen Viren wären möglich. Zudem können Orthopockenviren aus dem Tierreich wieder - oder auch neu - auftauchen und Menschen infizieren,[24] wie wir es gerade mit den Affenpocken erleben. Im Gegensatz zu den Menschenpocken, können unter Wildtieren verbreitete Viren nicht ausgerottet werden.[25]

Um Laborunfällen und Bioterrorismus nicht völlig schutzlos ausgeliefert zu sein, werden gewisse Bestände an Impfstoffen gegen das Variolavirus vorgehalten.[26] Auch gegen die Affenpocken haben diese Impfstoffe eine gute Wirksamkeit (Reduktion der Wahrscheinlichkeit der Ansteckung um etwa 85%).[27]

Kuh- und Affenpocken kommen, trotz ihres Namens, vorwiegend in frei lebenden Nagetieren wie Wühlmäusen und Eichhörnchen vor. In den letzten Jahrzehnten gab es einen deutlichen Anstieg von Erkrankungen beim Menschen.[28] Sie werden in der Regel durch den Kontakt mit infizierten Tieren ausgelöst. Bei den Affenpocken stieg die längste dokumentierte Infektionskette von Mensch zu Mensch in den letzten Jahren von 6 auf 9 Infektionen.[29] Es wird befürchtet, dass Mutationen zukünftig eine einfachere Übertragung der Affenpocken von Mensch zu Mensch ermöglichen könnten.

Pockenviren mutieren normalerweise nicht schnell, da sie zu den DNA-Viren gehören. Unter Forschenden gibt es jedoch Befürchtungen, dass eine gleichzeitige Infektion mit einem Pocken- und einem Retrovirus dazu führen könnte, dass das Pockenvirus gefährlicher wird. Solche Koinfektionen kommen vermutlich häufig vor. Retroviren können ihre eigenen Gene in die DNA des Wirts einbauen. Es gibt die folgende Hypothese: Möglicherweise könnte sich ein bis dahin eher harmloses Pockenvirus, mithilfe eines solchen in den Zellen des Wirts aktiven Virus, Gene des Wirts aneignen. So könnte es unter Umständen plötzlich zur Bedrohung werden.

Verändern sich Affenpocken auf eine Weise, dass sich Menschen leichter gegenseitig infizieren, könnten sie nicht nur Epidemien sondern auch globale Pandemien auslösen.[30] Eine Verbreitung der Affenpocken als globale Seuche könnte, bei entsprechender Krankheitsschwere und Sterberate, verheerende Folgen haben. Wir sollten nicht vergessen, dass auch der Vorfahre des Variolavirus zu Anfang vermutlich zwischen Menschen nicht so leicht übertragbar war. Jetzt ist die Zeit, alles in Bewegung zu setzen, um eine weitere Ausbreitung der Affenpocken zu verhindern.

Glücklicherweise handelt es sich bei dem momentan in so vielen Ländern aufgetauchten Affenpockenvirus um die harmlosere westafrikanische Variante. Auch sind wir den Pocken nicht gänzlich schutzlos ausgeliefert. Es gibt, neben Vorsichtsmaßnahmen, sowohl einen Impfstoff als auch ein Medikament (s.u.).

Dennoch sollten wir das aktuelle Geschehen genau beobachten. Auch die zunehmenden Ausbrüche der Affenpocken in Afrika sollten wir endlich ernst nehmen und alles daran setzen, diese Viren dort einzudämmen.

Woher kamen die Affenpocken, die sich zur Zeit weltweit verbreiten?

Noch immer ist das plötzliche Auftauchen der Affenpocken in so vielen verschiedenen Ländern der Welt rätselhaft. Wir erleben gerade den bisher größten Ausbruch der Affenpocken in nicht-endemischen Ländern. Endemisch sind die Affenpocken in Ländern in West- und Zentralafrika. Dort sind die Viren unter Tieren (z. B. Nagetiere und Affen) verbreitet und springen immer mal wieder von ihnen auf Menschen über - beispielsweise wenn sogenanntes „Bushmeat” gegessen wird (Jagd, Zubereitung, Verzehr). Die bisherigen, seltenen Fälle außerhalb der endemischen Regionen, konnten stets auf den Import des Virus aus einem dieser Länder zurückgeführt werden (Reiserückkehrer, Haustiere).

Aktuell sehen wir die ersten Ausbrüche ohne Verbindungen zu west- und zentralafrikanischen Ländern: Einzig der erste, am 7. Mai in Großbritannien entdeckte Fall, könnte in Verbindung mit einer Reise von Nigeria nach Großbritannien stehen, die wenige Tage zuvor stattgefunden hatte. Unklar ist, ob hier möglicherweise der Ursprung zu finden ist, denn in Portugal stammen die ersten gesammelten Proben vom 4. und 6. Mai. Weder in Portugal noch in den übrigen betroffenen Ländern konnten Verbindungen zu einem der endemischen Länder hergestellt werden. Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Affenpocken mehrmals aus einer einzigen Quelle übertragen und in andere Länder exportiert wurden. Superspreader-Ereignisse könnten die schnelle weltweite Ausbreitung ausgelöst haben.

Die Rückverfolgung des Ausbruchsgeschehens ist aufgrund der recht langen und unterschiedlichen Inkubationszeit von 5 - 21 Tagen schwierig, zudem wurden innerhalb von 3 Wochen Fälle in mehreren Ländern bestätigt. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, wo der Ausbruch seinen Ursprung gehabt haben kann:

  • Die Virusvariante könnte kürzlich aus einem endemischen Land importiert worden sein.
  • Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass sich die Viren bereits über einen längeren Zeitraum unentdeckt unter Menschen in einem nicht-endemischen Land verbreiteten, beispielsweise seit den Importen von 2018 bis 2019 aus Nigeria. Eine unbemerkte Übertragung von Mensch zu Mensch ist aufgrund der bekannten Krankheitsmerkmale - der Hautläsionen - allerdings fraglich.
  • Die unentdeckte Übertragung in einer tierischen Wirtsart in einem nicht-endemischen Land, gefolgt vom kürzlichen Sprung auf den Menschen, ist eine dritte Hypothese. Ein solches Geschehen wäre laut den Autor:innen einer aktuellen Preprint-Studie allerdings ebenfalls „irgendwie überraschend”.[31]

Ist es eine neue Variante der Affenpocken, die sich besser unter Menschen verbreiten kann?

Inzwischen wurden die ersten Genome der aktuell kursierenden Viren sequenziert. Demnach stammen sie von Viren der westafrikanischen Variante ab, die 2018 und 2019 in Singapur, Israel und Großbritannien aufgetaucht waren und aus Nigeria, einem der endemischen Länder, exportiert worden waren. Diese Exporte folgten einem großen Ausbruch in Nigeria, der 2017 begann.

Die heutigen Viren unterscheiden sich allerdings überraschenderweise durch extrem viele Mutationen von diesen Viren, die 2018 sequenziert wurden: Das Erbgut hat sich innerhalb von 3 - 4 Jahren an 47 Stellen verändert. Im Vergleich dazu, veränderte sich das Menschenpockenvirus (Variolavirus) pro Jahr lediglich an 1 - 2 Stellen. Es wird davon ausgegangen, dass sich die Affenpocken normalerweise in einem ähnlichen Tempo verändern, wie die Menschenpocken. Das würde bedeuten, dass 6 - 12 Mal so viele Mutationen auftraten wie üblich. Da an allen bisher sequenzierten Viren dieses Ausbruchs dieselbe ungewöhnliche Ansammlung von Mutationen gefunden wurde, gehen die Infektionen höchstwahrscheinlich auf einen einzigen Ursprung zurück. Es könnte sich um eine neue Variante der Affenpocken handeln, die sich besser unter Menschen verbreiten kann.

Ob sich das Virus aufgrund der Mutationen tatsächlich schneller und/oder besser unter Menschen verbreitet und das zu diesem weltweiten Ausbruch geführt hat, ist bisher nicht geklärt. Affenpockenviren haben ein deutlich größeres Erbgut als SARS-CoV-2 und sind komplexer, auch in Hinsicht auf die Bindung an die Wirtszellen und das Eindringen in diese. Bisher kann weder eindeutig belegt noch ausgeschlossen werden, dass die Mutationen eine Anpassung an den Menschen bedeuten. Es gibt jedoch Hinweise auf eine mögliche Anpassung.

Was bedeuten die ungewöhnlichen Mutationen?

Laut dem Evolutionsbiologen Andrew Rambaut (University of Edinburgh) und weiteren Fachleuten, könnte möglicherweise ein antiviraler Mechanismus in den Wirtszellen die ungewöhnlichen Mutationen des Virus ausgelöst haben. Es gibt einen solchen Mechanismus, der als Schutz gegen Retroviren wirksam ist. Bestimmte Enzyme (APOBEC3-Proteine) verursachen dabei eine Vielzahl an Mutationen, die den entstehenden DNA-Strang des Retrovirus verändern und so potenziell unbrauchbar machen können. Pockenviren sind zwar auch DNA-Viren, frühere Studienergebnisse zeigten jedoch bereits, dass dieser Mechanismus bei Pockenviren die Vermehrung nicht effektiv genug verhindert. Falls dieser antivirale Mechanismus nun tatsächlich auch bei den Pockenviren aktiv ist, beschädigt er vermutlich ihr Erbgut stark. Bei den überlebenden Viren, die sich weiterhin vermehren, könnte das zu der Art von Mutationen führen, die jetzt entdeckt wurden.[32] Der Biophysiker Richard Neher (Universität Basel) schrieb dazu auf Twitter:

„Man sollte die meisten dieser Mutationen wahrscheinlich eher als ,Narben’ durch das Verteidigungssystem des Wirts verstehen, statt als virale Anpassung.” Richard Neher[33]

Das Muster, diese spezifischen Veränderungen der Affenpocken-Genome, könnte auf eine Vermehrung des Virus im Menschen hinweisen. Es trat zwischen 2017 und 2018 schon mal auf und nun bei den Viren ab 2022. Untersuchungen von archivierten Proben und Infektionen nicht-menschlicher Tiere lassen Andrew Rambaut vermuten, dass dieser spezielle antivirale Schutzmechanismus speziell beim Menschen auftritt und nicht bei Nagetieren. (Nagetiere bilden in Afrika vermutlich ein Reservoir für das Virus.) Das könnte bedeuten, dass mindestens seit 2017 eine kontinuierliche Übertragung von Mensch zu Mensch stattgefunden hat.[34] [35]

Alternativ könnte laut Andrew Rambaut das Virus vor 2017 auf eine neue, nicht-menschliche Wirtsart gesprungen sein, deren APOBEC-Proteine den menschlichen ähneln - möglicherweise eine domestizierte Tierart. Von dieser neuen Wirtsart wäre es dann zu Übertragungen auf Menschen gekommen.[36]

Beginnt das Affenpockenvirus bereits, sich an den Menschen anzupassen?

Die Affenpocken werden üblicherweise von Tieren auf Menschen übertragen. Die bisher registrierten Infektionsketten unter Menschen waren mit maximal 9 Übertragungen kurz. Wie oben beschrieben, deuten die ungewöhnlichen Mutationen des aktuell kursierenden Affenpockenvirus jedoch darauf hin, dass sich das Virus seit einigen Jahren unter Menschen verbreitet haben könnte. Alternativ dazu könnte es vor 2017 auf eine andere nicht-menschliche Tierart gesprungen sein und von dieser Tierart, möglicherweise einer domestizierten Tierart, wäre es dann zu Übertragungen auf Menschen gekommen.

Darüber hinaus gibt es Hinweise darauf, dass sich das Affenpockenvirus eventuell bereits an den Menschen anzupassen beginnt:

  • Einzelne Mutationen kommen in vielen der nun analysierten Affenpockenviren vor, aber nicht in allen. Es haben sich also während des aktuellen Ausbruchs kleinere Varianten gebildet - hier könnte eine Anpassung an den Menschen stattfinden.
  • Eine aus Zentralafrika bekannte Veränderung, die vermutlich mit der Bindung an die Zellen zusammenhängt und im Verdacht steht, eine bessere Übertragung von Mensch zu Mensch zur Folge zu haben, wurde bei zwei der kürzlich untersuchten Viren gefunden.[37] [38]

Besteht die Gefahr, dass die Affenpocken bei uns endemisch werden?

Die EU-Gesundheitsbehörde ECDC warnt, dass die Affenpocken in Europa endemisch werden könnten. In West- und Zentralafrika ist das Affenpockenvirus endemisch: es zirkuliert in Wildtieren und springt immer wieder auf Menschen über. Genauso könnte das Affenpockenvirus auch von infizierten Menschen auf Tiere übertragen werden, auch hier in Europa. Solch ein sogenanntes Spillover-Ereignis könnte möglicherweise dazu führen, dass sich das Virus unter einheimischen Wildtieren ausbreitet. Wenn es dem Virus gelingt, unter unseren Wildtierarten ein Reservoir zu finden, in dem es dauerhaft zirkulieren kann, könnten die Affenpocken auch bei uns zu einer endemischen Zoonose werden - d. h. wir würden sie nicht wieder los werden. Bisher ist wenig darüber bekannt, welche Tierarten in Europa als Reservoir für das Affenpockenvirus dienen könnten. Wahrscheinlich sind Nagetiere, darunter insbesondere auch Eichhörnchen, geeignetere Wirte als Menschen.

Am 23. Mai 2022 schätzte die EU-Gesundheitsbehörde das Risiko der Übertragung auf Wildtiere als sehr gering ein.[39] [40] Doch je länger der aktuelle Ausbruch nicht unter Kontrolle gebracht wird, je mehr Menschen sich infizieren, umso höher wird es.

Das Affenpockenvirus ist bisher deutlich harmloser als das ausgerottete Menschenpockenvirus. Die folgende Warnung des Virologen Gerald Sutter sollten wir jedoch sehr ernst nehmen:

„Die Epidemiologie einer Virusinfektion kann sich völlig ändern, wenn der Erreger plötzlich in einem neuen Umfeld auftaucht.” Gerald Sutter (Veterinärmediziner und Virologe, LMU München)

Bisher verbreitete sich das Virus überwiegend unter bestimmten Tierarten. (Die vermehrte Verbreitung des Virus unter Menschen, wie beim aktuellen globalen Ausbruch, kann ein solches neues Umfeld darstellen - aber auch der Sprung auf eine neue Tierart.) Gerald Sutter rechnete Ende Mai nicht damit, dass das jetzige Geschehen zu einer neuen Pandemie führt, das Virus könnte sich jedoch seiner Ansicht nach „bei uns festsetzen” und es sollte alles dafür getan werden, das zu verhindern. Entscheidend sei jetzt, die Übertragungswege besser zu verstehen und so viele Kontaktpersonen wie möglich zu finden. Ob die Ausbreitung des Affenpockenvirus vollständig eingedämmt werden kann, sei noch nicht klar.[41]

Was können wir tun um zu verhindern, dass die Affenpocken in Europa endemisch werden?

Um zu verhindern, dass die Affenpocken auf (Wild-)Tiere springen und bei uns in Europa endemisch werden ist es essentiell, die weitere Ausbreitung des Virus einzudämmen.

Ende Mai, zum Beginn der Festivalsaison, warnte das WHO-Regionalbüro für Europa
vor einer möglichen weiteren Ausbreitung des Affenpockenvirus:

„Das Potenzial für eine weitere Übertragung in Europa und anderswo im Sommer ist hoch.” Dr Hans Henri P. Kluge, WHO Regionaldirektor für Europa (übers. aus dem Englischen)

Festivals, große Partys und Feiern bergen ein besonders hohes Risiko. Gleichzeitig bieten große Veranstaltungen die Möglichkeit, das Bewusstsein der Menschen für die Gefahren zu schärfen, indem dort informiert wird. Insbesondere die Aufklärung junger, mobiler und sexuell aktiver Menschen über die Erkrankung und die Ansteckungsrisiken ist laut WHO wichtig. Bisher sind überwiegend Männer betroffen die Sex mit Männern haben - es kann jedoch jede:n treffen, das darf nicht vergessen werden. Wichtig ist zudem, dass niemand stigmatisiert wird. Neben dem Schaden, den dies bei den betroffenen Personen anrichten würde, würden auch die gemeinsamen Bemühungen das Virus einzudämmen untergraben werden.[42] [43]

Die ECDC hält eine Zusammenarbeit zwischen Human- und Veterinärbehörden für erforderlich, es müsse aus einer „One Health”-Perspektive gearbeitet werden, um die Übertragung der Affenpocken auf Wildtiere zu verhindern. Es müsse sichergestellt werden, dass genügend Tests und Möglichkeiten der Quarantäne für Haustiere (Säugetiere) vorhanden sind, bei denen das Risiko einer Infektion besteht (enger Kontakt zu infizierten Menschen).

„Nagetiere sollten idealerweise in überwachten Einrichtungen unter Einhaltung der Atemschutzisolierung (z. B. Labor) und Tierschutzbedingungen (z. B. staatliche Einrichtungen, Zwinger oder Tierschutzorganisationen) isoliert und (durch PCR) auf Exposition getestet werden, bevor die Quarantäne endet. Euthanasie sollte nur ein letzter Ausweg sein, der Situationen vorbehalten ist, in denen Tests und/oder Isolierung nicht durchführbar sind.” ECDC (übers. aus dem Englischen)

Die Isolierung anderer Säugetier-Haustierarten könnte, sofern möglich und der Tierschutz eingehalten werden kann, zu Hause durchgeführt werden. Zu den Quarantänemaßnahmen zählen beispielsweise:

  • geschlossener Außenraum für Hunde,
  • regelmäßige tierärztliche Kontrollen,
  • kein Zugang für Besucher,
  • Verhinderung des Verlassens der Wohnung.

Menschen die mit den Affenpocken infiziert sind, sollten den Kontakt mit allen Säugetieren meiden. Besonders hervorgehoben werden Nagetiere wie Mäuse, Ratten, Hamster, Rennmäuse, Meerschweinchen, Eichhörnchen. Jeder kürzlich stattgefundene Kontakt sollte notiert und der Tiergesundheitsdienst um Rat gefragt werden.

Wichtig zu wissen:

Pockenviren sind im Vergleich zu anderen umhüllten Viren besonders widerstandsfähig gegen Austrocknung und weisen eine erhöhte Temperatur- und pH-Toleranz auf. Dies führt dazu, dass sie in der Umwelt wesentlich länger „überleben”. Materialien von infizierten Patienten wie Hautkrusten, aber auch Bettwäsche und andere Gegenstände auf denen die Viren zurückbleiben, können über Monate bis Jahre infektiös sein! Hier wird deutlich, welche Auswirkungen auch in der Natur zurückgelassene Gegenstände möglicherweise haben könnten, sollte ein für das Virus anfälliges Tier damit in Kontakt kommen.

Wirksam gegen Pockenviren ist laut ECDC das Waschen von Wäsche und Geschirr mit mindestens 60°C oder auch die Desinfektion von Gegenständen und Oberflächen mit einer gegen Viren wirksamen Desinfektionslösung oder 0,1 % Natriumhypochlorit (NaClO). Teppiche, Vorhänge und Polstermöbel können mit Dampf gereinigt werden. Bei der Reinigung eines Raumes sollte starkes Aufwirbeln von Staub und Aerosolbildung vermieden werden. Verbandsmaterial u. ä. das mit Läsionsflüssigkeit getränkt ist oder Schorf enthält, sollte zügig entsorgt werden (gemäß den Anweisungen der örtlichen Gesundheitsbehörde).[44] [45] [46]

Wie können wir uns vor den Affenpocken schützen?

Wie bei der Coronapandemie, helfen auch bei den Affenpocken vorbeugende und eindämmende Maßnahmen. Insbesondere die Quarantäne von Infizierten und die Nachverfolgung der Kontaktpersonen sind wichtig, um gegen eine weitere Ausbreitung des Virus vorzugehen.

Es gibt einen Impfstoff (Imvanex), der gegen die menschlichen Pocken (Variolaviren) entwickelt wurde und in Europa bei Erwachsenen gegen die Pocken zugelassen ist - im Gegensatz zu den USA jedoch bisher nicht gegen die Affenpocken. Er wird allerdings in Europa für den Off-Label-Einsatz bei Affenpocken bereitgestellt. Klinische Studien weisen auf eine Wirksamkeit des Impfstoffs gegen die menschlichen Pocken hin. Wie lange der Schutz anhält und ob er auch bei Affenpocken besteht, wie es bei früheren Pockenimpfstoffen der Fall ist, ist noch unklar. Es handelt sich um einen Lebendimpfstoff: das Modifizierte Vacciniavirus Ankara (MVA) wurde genetisch so verändert, dass es keine Erkrankung auslösen und sich nicht im Körper vermehren kann. Es bleibt die Frage, welche Möglichkeiten es abgesehen von Vorsichtsmaßnahmen gibt, Kinder vor der Ansteckung zu schützen. Gerade bei jungen Menschen sind auch schwere Krankheitsverläufe möglich.[47]

Gesundheitsminister Karl Lauterbach hat mittlerweile den begrenzt erhältlichen Impfstoff Imvanex bestellt und erwartet die ersten 40.000 Einheiten in der ersten Junihälfte, weitere 200.000 Dosen sollen folgen (Stand 31.05.2022). Es wird damit gerechnet, dass gezielte Impfungen, beispielsweise von Kontaktpersonen, dabei helfen können das Ausbruchsgeschehen deutlich einzugrenzen. In Frankreich wurden die ersten Personen mit Risikokontakt zu Infizierten bereits geimpft.[48]

Ein Medikament gegen die Affenpocken, Tecovirimat, ist seit Januar 2022 in der EU zugelassen. Es könnte vor allem für immungeschwächte Menschen die sich infiziert haben eine Option sein, um die Ausbreitung der Infektion im Körper in Schach zu halten. Bei ihnen besteht, wie bei jungen Menschen, eine erhöhte Gefahr eines schwerwiegenderen Krankheitsverlaufs. Das Medikament ist für Erwachsene und Kinder, die mindestens 13 Kilogramm wiegen, zugelassen. Die Wirksamkeit des Medikaments konnte offenbar noch nicht durch Studien an infizierten Menschen belegt werden, da Affen- und Kuhpocken in der EU bisher eher selten auftreten und die Menschenpocken ausgerottet sind. Allgemein Verfügbar ist das Medikament momentan auch noch nicht. Wichtig ist daher bei einer Infektion mit den Affenpocken die Behandlung der Symptome, insbesondere die Versorgung der Wunden. Eine Verunreinigung mit Bakterien kann zu gefährlichen Infektionen führen.[49]


Quellen:


  1. Monkeypox outbreak questions intensify as cases soar. Jon Cohen; 20.05.2022 (Science) ↩︎

  2. EU health agency warns monkeypox could become endemic in Europe if outbreak continues. Helen Branswell; 23.05.2022 (STAT) ↩︎

  3. The sequence of camelpox virus shows it is most closely related to variola virus, the cause of smallpox. Caroline Gubser, Geoffrey L. Smith; 01.04.2002 (Microbiology Society) ↩︎

  4. Ausbruch in Großbritannien: Affenpocken verbreiten sich weltweit. Lars Fischer, Tanya Lewis; 17.05.2022 (Spektrum.de) ↩︎

  5. Maßnahmen gegen Affenpocken „dringend notwendig“. dpa/afp/aerzteblatt.de; 23.05.2022 (Ärzteblatt) ↩︎

  6. Monkeypox outbreak questions intensify as cases soar. Jon Cohen; 20.05.2022 (Science) ↩︎

  7. Infektionskrankheiten: Die Rückkehr der Pocken. Sonia Shah; 01.2014 (Spektrum.de) ↩︎

  8. Die Ausrottung der Pocken. Prof. Dr. Hans Gelderblom; 06.1996 (Spektrum der Wissenschaft, Seite 36 / Spektrum.de) ↩︎

  9. Weltweit erste Impfpflicht in Bayern: Mann zeigt historischen Impfschein - Krankheit heute ausgerottet. Christine Merk; 05.01.2022 (Merkur.de) ↩︎

  10. Infektionskrankheiten: Die Rückkehr der Pocken. Sonia Shah; 01.2014 (Spektrum.de) ↩︎

  11. Medizingeschichte:Viren gegen Wikinger. Astrid Viciano; 27. Juli 2020 (Süddeutsche Zeitung) ↩︎

  12. Die Ausrottung der Pocken. Prof. Dr. Hans Gelderblom; 06.1996 (Spektrum der Wissenschaft, Seite 36 / Spektrum.de) ↩︎

  13. Pocken-Impfung: Daher kommt die Narbe am Oberarm vieler 50-Jährigen. Stella Henrich; 24.05.2022 (Merkur.de) ↩︎

  14. Die Ausrottung der Pocken. Prof. Dr. Hans Gelderblom; 06.1996 (Spektrum der Wissenschaft, Seite 36 / Spektrum.de) ↩︎

  15. Die Ausrottung der Pocken. Prof. Dr. Hans Gelderblom; 06.1996 (Spektrum der Wissenschaft, Seite 36 / Spektrum.de) ↩︎

  16. Untersuchungen zur Diagnostik und Risikobewertung von emerging und re-emerging Orthopockenviren in Deutschland. Andreas Nitsche; 01.06.2011 (Publication Server of Robert Koch Institute) ↩︎

  17. Orthopoxvirus Genome Evolution: The Role of Gene Loss. Robert Curtis Hendrickson, Chunlin Wang, Eneida L. Hatcher, Elliot J. Lefkowitz; 15.09.2010 (NCBI) ↩︎

  18. Untersuchungen zur Diagnostik und Risikobewertung von emerging und re-emerging Orthopockenviren in Deutschland. Andreas Nitsche; 01.06.2011 (Publication Server of Robert Koch Institute) ↩︎

  19. The sequence of camelpox virus shows it is most closely related to variola virus, the cause of smallpox. Caroline Gubser, Geoffrey L. Smith; 01.04.2002 (Microbiology Society) ↩︎

  20. Kamele (Biologie Seite) ↩︎

  21. Evaluation of Taterapox Virus in Small Animals. Scott Parker, Ryan Crump, Hollyce Hartzler, R. Mark Buller; 01.08.2017 (NCBI) ↩︎

  22. Orthopoxvirus Genome Evolution: The Role of Gene Loss. Robert Curtis Hendrickson, Chunlin Wang, Eneida L. Hatcher et al.; 15.09.2010 (National Library of Medicine NCBI) ↩︎

  23. Infektionskrankheiten: Die Rückkehr der Pocken. Sonia Shah; 01.2014 (Spektrum.de) ↩︎

  24. The sequence of camelpox virus shows it is most closely related to variola virus, the cause of smallpox. Caroline Gubser, Geoffrey L. Smith; 01.04.2002 (Microbiology Society) ↩︎

  25. Orthopoxvirus Genome Evolution: The Role of Gene Loss. Robert Curtis Hendrickson, Chunlin Wang, Eneida L. Hatcher, Elliot J. Lefkowitz; 15.09.2010 (NCBI) ↩︎

  26. The sequence of camelpox virus shows it is most closely related to variola virus, the cause of smallpox. Caroline Gubser, Geoffrey L. Smith; 01.04.2002 (Microbiology Society) ↩︎

  27. Ausbruch in Großbritannien: Affenpocken verbreiten sich weltweit. Lars Fischer, Tanya Lewis; 17.05.2022 (Spektrum.de) ↩︎

  28. Infektionskrankheiten: Die Rückkehr der Pocken. Sonia Shah; 16.01.2014 (Spektrum.de) ↩︎

  29. Monkeypox. World Health Organization; 19 May 2022 (WHO.int) ↩︎

  30. Infektionskrankheiten: Die Rückkehr der Pocken. Sonia Shah; 16.01.2014 (Spektrum.de) ↩︎

  31. Multi-country outbreak of monkeypox virus:phylogenomic characterization and signs ofmicroevolution. João Paulo Gomes, Joana Isidro, Vitor Borges et al.; 31.05.2022 (Research Square) ↩︎

  32. Erbgutanalyse: Wieso die Affenpocken so stark mutiert sind. Lars Fischer; 01.06.2022 (Spektrum.de) ↩︎

  33. Richard Neher; 29.05.2022 (Twitter) ↩︎

  34. Initial observations about putative APOBEC3 deaminase editing driving short-term evolution of MPXV since 2017. Áine O’Toole, Andrew Rambaut. Institute of Evolutionary Biology University of Edinburgh; 30.05.2022 (virological.org) ↩︎

  35. Update to observations about putative APOBEC3 deaminase editing in the light of new genomes from USA. Áine O’Toole, Andrew Rambaut.
    Institute of Ecology and Evolution, University of Edinburgh; 05.06.2022 (virological.org)
    ↩︎

  36. Initial observations about putative APOBEC3 deaminase editing driving short-term evolution of MPXV since 2017. Áine O’Toole, Andrew Rambaut, Institute of Evolutionary Biology University of Edinburgh; 30.05.2022 (virological.org) ↩︎

  37. Multi-country outbreak of monkeypox virus:phylogenomic characterization and signs ofmicroevolution. João Paulo Gomes, Joana Isidro, Vitor Borges et al.; 31.05.2022 (Research Square) ↩︎

  38. Genomic Variability of Monkeypox Virus among Humans, Democratic Republic of the Congo. Jeffrey R. Kugelman, Sara C. Johnston, Prime M. Mulembakani et al.; 02.2014 (NCBI) ↩︎

  39. Risk assessment: Monkeypox multi-country outbreak - Executive summary. European Centre for Disease Prevention and Control; 23.05.2022 (ecdc.europa.eu) ↩︎

  40. RAPID RISK ASSESSMENT - Monkeypox multi-country outbreak. European Centre for Disease Prevention and Control (EDCD); 23.05.2022 (PDF) ↩︎

  41. Münchner Virologe mahnt zur Eile bei Affenpocken - „Müssen unbedingt herausfinden, was hier passiert“. Merkur.de (kat); 01.06.2022, wird immer wieder aktualisiert (merkur.de) ↩︎

  42. Monkeypox in the European Region: what we know so far and how we need to respond. Dr Hans Henri P. Kluge, WHO Regional Director for Europe; 30.05.2022 (WHO-Regionalbüro für Europa) ↩︎

  43. Affenpocken in Deutschland: RKI meldet 44 Fälle in acht Bundesländern. tz (AFP/dpa/frs); 08.06.2022 (tz.de) ↩︎

  44. Risk assessment: Monkeypox multi-country outbreak - Executive summary. European Centre for Disease Prevention and Control; 23.05.2022 (ecdc.europa.eu) ↩︎

  45. RAPID RISK ASSESSMENT - Monkeypox multi-country outbreak. European Centre for Disease Prevention and Control (EDCD); 23.05.2022 (PDF) ↩︎

  46. Interim advice for public health authorities on summer events during the monkeypox outbreak in Europe, 2022. European Centre for Disease Prevention and Control; 14.06.2022 (ecdc.europa.eu) ↩︎

  47. Medikamente und Impfstoffe im Überblick - Affenpocken: Was hilft gegen die Viruserkrankung? Laura Beigel; 23.05.2022 (RedaktionsNetzwerk Deutschland) ↩︎

  48. Affenpocken in Deutschland. AFP/dpa/frs; 31.05.2022, wird immer wieder aktualisiert (tz) ↩︎

  49. Medikamente und Impfstoffe im Überblick - Affenpocken: Was hilft gegen die Viruserkrankung? Laura Beigel; 23.05.2022 (RedaktionsNetzwerk Deutschland) ↩︎