Interview-Reihe

In dieser Interview-Reihe befragen wir verschiedene Menschen zu Themen, die sich mit dem Komplex Menschen-Tiere-Pandemien überschneiden.

Interviews - Übersicht

  1. Martin Müller, landwirtschaft.jetzt
  2. Timo Geuß, Begleitung zur Veganen Landwirtschaft e.V. (BeVeLa)

Interview 1

landwirtschaft.jetzt

Menschen-Tiere-Pandemien mit einem neuen Format: Angela im Interview mit Martin Mueller von landwirtschaft.jetzt der es sich zur Aufgabe gesetzt hat, über Mythen in der Landwirtschaft aufzuklären. Er bietet auf Facebook eine wiederkehrende Onlineveranstaltung mit dem Titel „Online-Vortrag & Diskussion: Der Anteil der Tierhaltung an der Klimakrise und am Artensterben“(ext. Link) an.

Der Verlust der Artenvielfalt hat unter anderem auch ein höheres Risiko neuer zoonotischer Pandemien zur Folge.

Martin erklärt uns, welchen Einfluss die verschiedenen Formen der Landwirtschaft auf Artenvielfalt und Klima haben und erläutert die komplexen Zusammenhänge, die den meisten von uns vermutlich gar nicht bewusst waren. Das Ganze läuft nicht auf Vorwürfe hinaus, sondern auf die Vorstellung von einer Kooperation:

„Wir sind zu dem Schluss gekommen, dass die Landwirtschaft in der jetzigen Form eine der maßgeblichen Ursachen ist, sehen aber auch, dass sie der Schlüssel zu einer Lösung sein kann.“

Und noch ein wichtiges Zitat aus unserem Gespräch:

„Die Landwirtschaft an sich ist per se nicht schlecht für die Biodiversität, es kommt darauf an, wie man sie durchführt...“

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Interview 2

Begleitung zur Veganen Landwirtschaft e.V. (BeVeLa)

Mit diesem Interview möchten wir euch den Verein BeVeLa vorstellen, der landwirtschaftliche Betriebe auf ihrem Weg, heraus aus der Tierhaltung und hin zu wirtschaftlich tragfähigen pflanzenbasierten Konzepten, begleitet.

Es gibt viele gute Gründe dafür, aus der Tierhaltung auszusteigen, nicht zuletzt ethische. Als Nebeneffekte der Produktion von Fleisch, Milch und Eiern sehen wir heute massive Umweltbelastungen, Ausstoß von klimaerwärmenden Gasen, soziale Missstände in Schlachtbetrieben und zu alldem auch noch das Risiko, dass wir in den Ställen die nächste Pandemie ausbrüten.

Der Ansatz, in der Tierhaltung neu entstehende zoonotische Erreger durch Überwachung rechtzeitig entdecken zu wollen, ohne gleichzeitig den Bestand an “Nutztieren” drastisch zu reduzieren, wirkt auf uns nicht gerade beruhigend. Was das “Tierwohl” angeht, versagen Kontrollen bekanntermaßen immer wieder. Und dabei geht es um Zustände, die oftmals unübersehbar sind. Wie sollen die ganzen Tierbestände und mit ihnen in Kontakt stehende Menschen zuverlässig auf verschiedenste Viren (und antibiotikaresistente Keime) überwacht werden?

Auch Versuche, die Treibhausgasemissionen der Tierhaltung durch neue Technologien, anderes Futter oder sogar durch neue Züchtungen in Zukunft zu reduzieren, halten wir nicht für zielführend. Der Erfolg dieser Strategie ist fraglich und wir haben schlicht nicht die Zeit, auf Fortschritte der Forschung, geschweige denn der Zucht, zu warten. Ganz abgesehen von ethischen Aspekten, weiteren Umwelt- und Gesundheitsproblemen...

Dass wir Menschen nahelegen, sich pflanzlich zu ernähren, heißt auf keinen Fall, dass wir landwirtschaftliche Arbeit nicht respektieren oder Existenzen zugrunde gehen sehen wollen, ganz im Gegenteil! Hier haben wir Informationen und Links zu dem Thema zusammengestellt.

Timo Geuß und sein Verein BeVeLa - Begleitung zur Veganen Landwirtschaft - stehen interessierten Landwirt:innen sowohl mit fachlicher Erfahrung als auch auf der menschlichen Ebene zur Seite und helfen ihnen, aus einer oft nur scheinbar unveränderlichen Situation heraus zu kommen.

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